be SOCIAL, when you WALK your dog

Ich bin mehrfach täglich mit meinen Hunden, meinen Gassi-Hunden oder während des Trainings mit Kundenhunden irgendwo draußen unterwegs, also so mit 1 bis 6 Hunden. Keine Ahnung was zur Zeit los ist, aber manchmal gehen mir dabei mit den Mithundehaltern mein Mantra aus.
 
Um es mal vorab wegzunehmen: wenn ich mit mehreren Hunden auch NUR Gassi laufe: NEIN! Ich habe keine Lust, dass ein Hund in meine Gruppe reinballert, weil er mal HALLO sagen muss, nachdem ich davor alle schön angeleint, soweit es geht Platz gemacht habe und alle hab absitzen lassen. Wir machen das nicht als Willkommensspalier und werfen dann Leckerlis und Rosenblätter zur Begrüßung, sondern weil die Hunde für mich am Besten kontrollierbar sind. Des Weiteren habe ich es allen beigebracht, dass die an der Leine nicht zu anderen Hunden gehen dürfen, weil das echt blöd und auch gefährlich werden kann, wenn einer losläuft, kann es durchaus passieren, dass alle loslaufen.
 
Ähnlich schön ist es, wenn ich die Richtung wechsel, um die Distanz zu einem anderen Hund zu wahren, regelrecht Verfolgung aufgenommen wird, mit der Absicht: „Da vorne sind mehrere Hunde, man könnte ja eine private Spielstunde veranstalten.“ So kam es schon vor, dass ich mit den Hunden kreuz und quer über die Felder verfolgt wurde und so random, wie das war, können wir nicht zufällig den gleichen Weg im Kopf gehabt haben.
 
Auch wenn ich solch einen Hundekontakt erlauben würde, bitte schau mal auf deinen Hund, was er da gerade macht. Die meisten haben nämlich keinen Bock in eine Hundegruppe zu laufen. Man geht ja auch eher selten alleine mit einem Bier ungefragt an einen Tisch mit Fremden und übernimmst sofort den Redeführer. Andere sind nicht gerade freundlich: Fixieren mit stocksteifen Körper ist nicht gerade freundlich. Noch unfreundlicher ist es, wenn das Nackenfell gestellt, die Zähne gezeigt oder den anderen Hunden in die Füße gebissen wird, während er lärmend kläfft. Selbstverständlich gibt es auch ganz liebe Schäfchen unter den Hunden, die tatsächlich nur den freundlichen Kontakt zu Hunden suchen. Aber auch hier möchte ich zumindest gefragt werden, ob das okay ist.
 
Mit manchen Hunden laufe ich einzeln, weil diese sich nicht so dolle mit anderen Hunden vertragen, hier wäre es echt unpraktisch, wenn der andere Hund zum Lebendbarf wird. Auch kranke Hunde habe ich alleine dabei, damit die keinen anderen Hunde anstecken und auch Kranke müssen mal raus aufs Klo.
 
Am merkwürdigsten finde ich die Halter, die ihre Hunde in eine Trainingssituation reinrennen lassen, um sich dann zu beschweren, wenn man den heranfliegenden Hund blockiert und wegschickt. Was hier die Intension ist, verstehe ich gar nicht. Einmal wurde mir zugerufen: „Der hat die Begleithundeprüfung!“. Mag sein! In der Sachkundeprüfung gibt es hierzu aber einige Fragen, dass ein verantwortungsvoller Hundehalter anders handelt.
 
Des Wegen: Wenn jemand mit mehreren Hunden am Horizont auftaucht oder auch mit einem Hund und diesen anleint, sei fair und nimm deinen Hunden an die Leine, wenn möglich mach auch etwas Platz. Sollte sich herausstellen, dass das alles ganz liebe Tierchen sind und der Mensch auch toll, dann kann man ja nach Abstimmung mal schnuppern lassen und wenn der andere mag, die Tiere laufen lassen.
 
Wer meint, sein Hund bräuchte mehr Hundekontakte: Es gibt verschiedene Gassi-Gruppen, die sich regelmäßig treffen, wenn sich am Wohnort durch den täglichen Spaziergang keine Bekanntschaften ergeben. Wahlweise kann man ja auch in eine Hundeschule gehen und dort einen Freizeitkurs belegen oder an Social Walks teilnehmen.
 
Also seid doch bitte so sozial, wie ihr es gerne von euren Hunden wollt und geht achtsam mit den Hunden und Menschen da draußen um.
 
Vielen Dank!
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